:: Gregor Fischer ::

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 GONE...
 


März 2016

TAGEBUCH


Wie vorgesehen sind wir aufgebrochen - zur Rundreise durch Italien. Ich gehe davon aus, dass Reisen in Europa zur Zeit noch einigermassen mühelos möglich ist. Dass unser Vorhaben aus irgend einem Grund von einem Tag auf den anderen kippen kann, weiss ich natürlich. Ich nehme nehme dies in Kauf, immer im Bewusstsein, dass gar nichts morgen besser werden kann.

Auf dem Programm - mit dem Motorhome - sind ja noch Schottland, nochmals die USA und weitere Trips, vielleicht nach Thailand oder Kuba. Wir nehmen nun alles auf die leichte Schulter und sind überzeugt, das Richtige zu tun. Es gibt nur einen Fehler im Leben: Dinge zu verpassen!
 


 

Vasto: Ruhe, Sonne und wunderbares Essen.                                31.03.16

Die Adria-Küste ist ja vor allem durch die überfüllten Strände für Massentouristen um Rimini bekannt, aber auch weiter im Süden hat man versucht, am Touristenboom teilzunehmen. Allerdings ist dies hier fast noch schlimmer als in Spanien in die Hose gegangen.Die vorgesehenen Feriensiedlungen sind teilweise gar nicht fertig gestellt worden - nur einzelne Häuser stehen traurig herum. Viele Hotels sind zu verkaufen oder gar für immer geschlossen. Obwohl hier wirklich Frühling herrscht, sind auch kaum Ausländer zu sehen - ausser die Landgänger von Kreuzfahrten, welche wir an einigen Orten angetroffen haben. Rentner leisten sich das.

Wir geniessen nun die Abgeschiedenheit ausserhalb der Hauptpfade, denn nach über einem Monat 'Reise-Genuss' mit dem Besuch grosser Städte, antiker Geschichte bis zum Abwinken und toller Landschaften hat man nur noch Lust auf 'Ferien' von all dem Trubel und den Impressionen, auch wenn sie noch so schön und eindrücklich sind. Diese Woche haben wir uns auch noch ein 10-Gänge-Menu gegönnt, aber das Resultat ist sichtbar: Ich habe zwei Kilos zugenommen - da nützen alle Märsche und Spaziergänge nichts! Na ja.

Italien wie in den siebziger Jahren.

Eigentlich sind wir ja auch auf der Suche nach dem Italien von gestern und dies haben wir vor allem in Sizilien doch noch angetroffen. Das was man Krise nennt, hat aber vor allem die Abruzzen brutal getroffen. Massenweise leere, teilweise vandalisiert Industriegebäude säumen die Strassen und die Dörfer sind nur wenig belebt. Dafür sind die Leute hier besonders freundlich und sprechen uns gerne an. Einige von ihnen waren vor einigen Jahrzehnten in der Schweiz oder in Frankreich und sind nun hierher als Rentner zurückgekommen. Von dem Zerfall und der Arbeitslosigkeit natürlich kein Wort - auch keine diesbezüglichen Fragen von meiner Seite!

Egal, wie sind wie Könige am 'eigenen Strand' und beobachten die Wellen, die Vögel und die Spaziergänger und Jogger, welche sich Bewegung verschaffen. Ja, die Krise hat auch ihre Vorteile, denn viele 'Projekte' hier sind gescheitert und die Orte somit noch fast unberührt geblieben.

 


 

Unser Waldschrat ändert sich nicht...                                                30.03.16

D
Auch die Fischgräte wird, was die Mortalität angeht, regelmäßig unterschätzt. Einem Kommentar zu den Als er sich vor ein paar Jahren auf der Flucht vor seinen Gläubigern (die haben dies jedenfalls behauptet) auf den Steinhaufen von St.Kitts aus dem Staub gemacht hat, dachten wir: Ok, wenigstens ist er schlauer als das Hirschmännchen. Aber nein - der Typ kommt regelmässig in die Schweiz um wenigstens im Blick erwähnt zu werden. Der muss aber eine Rechnung offen haben..!

Nun, als von Komplexen getriebener macht er es wie die Fussball-Neger: Im Ferrari durchs Land rasen. Das ist allerdings vorbei, denn er hat nun für geraume Zeit Fahrverbot. Warum ist der nur so blöd und blamiert sich immer weiter?! Allerdings scheint es ihn noch zu ärgern, der er meint locker: «Der Ausweisentzug tangiert mich nur in der Schweiz» In der Karibik könne er weiter fahren. Ja eben, so soll er uns künftig in Ruhe lassen, bevor er noch jemand totfährt - bei solchen Typen ist das Risiko am höchsten...


 

Bari - wir sind nun auch Opfer der 'kleinen Delinquenz'.               28.03.16

Die Stadt ist sauber und lebendig, sogar an einem Ostersonntag - obwohl alle Geschäfte geschlossen sind. Vor der Abreise wollen wir noch die Altstadt besuchen, welche neben dem alten Hafen auf einer Halbinsel angesiedelt ist.

Neben der Kathedrale sind hier vierzig (!) Kirchen vorhanden, natürlich nicht mehr alle 'in Betrieb', aber erstaunlich gut erhalten. Viel Volk jeden Alters ist unterwegs. Stimmung 'Bon enfant'...

Dann die schlechte Nachricht: Der abgeschlossene Sattel des Rollers ist aufgebrochen, mein teurer (in den USA gekaufter) Harley-DOT-Helm, das Garmin 500 GPs und die Spiegelreflex sind weg! Ein Handschuh liegt noch am Boden. Sonst ist alles leer in dem Fach. Die Topbox ist zwar beschädigt, aber der Helm von Julie noch drin!

Das verdirbt uns ganz schön den Tag! Was für ein Arschloch muss das sein, fremde Leute auf diese Art zu beklauen - und dies an einer relativ belebten und bewohnten Stelle. Ist offenbar normal hier, denn erst später haben wir im Reiseführer gelesen, dass Bari eine der schlimmsten Städte für Touristen - auch Italiener - sei.

Und dies am Ostersonntag, wo alle Menschen hier schön angezogen und friedlich sind und die Messe besucht haben. Dieser verdammte Idiot verrecke bald mit einem Messer im Rücken! Ich wünsche es ihm. Amen.

 


 

Kitch as Kitch can: Locorotondo et Alberobello!                              26.03.16

Wieder auf dem Festland - kriechen wir langsam den italienischen Stiefel wieder rauf.

Abgesehen vom miserablen Strassenzustand eigenlich nur positive Ueberraschungen: Die einst 'verrufenen' Städte wie Tarento haben eine Renaissance erlebt und sind sauber, lebendig und absolut einen ausgedehnten Besuch wert.

Die 'Musts' in Calabrien und Puglia haben wir nun auch abgehakt - Locorotondo mit der knallweisen Altstadt und der Wahnsinns-Aussicht über die Ebene. Ein bisschen Grand-Canyon-Feeling.

Dann natürlich 'Trulli-City' Alberobello. Das ist der Touristen-Kitsch in Reinform. Nun, wir haben dann sogar ein bemerkenswertes Lokal gefunden und ein lokales Zehn-Gang-Menu genossen. Wunderbar!

Morgen (und über Ostern) werden wir Bari besuchen. Ich kenne die Stadt aus meinen Zeiten der Taxi-Flüge und bin gespannt, was ich zwanzig Jahre später vorfinden werde...


 

First Time: Sizilien - 24° und eitel Sonnenschein!                              19.03.16

Heute morgen sind wir mit der Grimaldi-Fähre von Salerno nach zehn Stunden Fahrt auf spiegelglattem, ruhigem Meer bei strahlendem Sonnenschein in Palermo angekommen.

Wunderbar - Italien wie vor dreissig Jahren! Die Insel gehört zu den Handvoll Orten, wo ich noch nie war. Julie war anlässlich einer Mittelmeer-Kreuzfahrt schon da: Wie das so gehandhabt wird - für ein paar Stunden Landaufenthalt, bevor es zur nächsten Destination weitergeht. Sizilien, die Geburtsstätte der Mafia, ein Mythos. Aber die Städte sind (im Gegensatz zum vermüllten Napoli) sauber, wunderbar erhalten und belebt.

Wir bleiben für das ganze Wochenende in Palermo und dann geht es quer durch die Insel. Den Aetna möchte ich mir auch ganz aus der Nähe ansehen! Dann geht es über Messina mit der kleinen Fähre wieder zurück auf das Festland, nach Reggio di Calabria.

 


 

Roma - die Hauptstadt ist brav geworden...                                           13.03.16

Mein Gott, als ich vor etwa zwanzig Jahren das letzte Mal hier war, ging das Ding noch ab! Auf den Strassen, in der Innenstadt und in den Läden. Gedrange, Gehupe, Staus und Lärm - eben wie man sich Italien immer gewohnt war.

Heute ist nichts mehr davon zu sehen. Wenig Verkehr und das fade 'Feeling' in einer europäischen Grossstadt zu sein wie irgendwo sonst: In Amsterdam, Paris oder Madrid. Bella Italia findethl wo anderswo statt - ich hoffe, wir werden es noch finden. Wenn, aber dann bestimmt nur weiter im Süden. Morgen werden wir uns Napoli vornehmen - und vielleicht Capri.

Immerhin, seit zwei Tagen sehen wir uns satt an diesen unendlichen architektonischen Schätzen - innerhalb und ausserhalb des Vatikan. Wir haben uns auf den Höhen über Rom installiert und das Panorama ist atemberaubend. Mit dem Scooter - hier wäre eine Vespa angebracht, aber die Einheimischen flitzen nun auch mit japanischen Modellen umher - haben wir die Stadt kreuz und quer abgefahren. Auch einige Fussmärsche waren dabei - es hat sich gelohnt

 


Firenze - und morgen Roma.                                                                  10.03.16

Immer weiter nach Süden! Pisa, Lucca und nun endlich Florenz. Wir sind somit auf der Höhe von Dubrownik angelangt - der Ferienstadt Kroatiens auf der gegenüberliegenden Seite des Meeresarms. Temperatur? Nicht mehr als 12°C!

Das Wetter ist nun recht stabil - nach den täglichen Regengüssen eine Wohltat. Ansonsten alles ruhig, wie gehabt - auf Reisen eben. Bisher ist nichts Nennenswertes vorgekommen. Ich verzichte auf einen sehr detaillierten Reisebericht über Italien. Italien kennt eigentlich jeder und es ist auch heute (mindestens im nördlichen Teil) noch ein sehr angenehmes Urlaubsland.

Morgen werden wir Rom erreichen. Ich freue mich besonders auf die 'Citta eterna', welche ja für uns Europäer sozusagen als die Mutter der Zivilisation gilt. Wie heisst es doch? Rom sehen und sterben - ich hoffe, wir schaffen es noch ein bisschen weiter...

 


 

Alassio - der Ferienort meiner Jugend.                                                   07.03.16

Die italienische Adria war vor Jahrzehnten (es gab damals noch keinen Gotthard-Tunnel) die
Destination, welche meine Eltern zusammen mit Freunden auserkoren hatten. Genau war es das
Hotel Delfino in Laigueglia mit einem schönen Sandstrand. Tempi passati.

Heute sind vor allem ältere, einheimische Menschen anzutreffen, welche sich aber von den
teutonischen 'Spanien-Touristen' dahingehend unterscheiden, dass sie sehr gut angezogen sind
und auch fröhlich sein können ohne besoffen zu sein. Dass soll aber kein Bashing gegen die Touris aus dem Norden sein, sondern eher eine Respektsbezeugung für die italienischen Rentner, welche ihren Lebensabend mit Stil geniessen.

Wir machten Spaziergänge am Meer und tourten ausgiebig mit dem Scooter durch die Gegend. Das Wetter macht mit, aber es ist relativ frisch - aber nun geht es zügig gegen Süden. Morgen Pisa und Florenz, dann endlich Rom, die ewige Stadt!

 


 

Aix-en-Provence, Cote d'Azur.                                                                03.03.16

So sehr weit sind wir noch nicht gekommen - aber wir haben wirklich das Beste herausgeholt.

Die Absicht war ja auch, Frankreich im Frühling so noch mal ruhig ausklingen zu lassen. Heute sind wir in Aix-en-Provence, morgen geht es  weiter nach Nizza und dann über Monte-Carlo, Monaco für ein paar Wochen nach Bella Italia!

Das Wetter macht so halbwegs mit und ist eigentlich gar nicht so wichtig, denn wenn das Meer zu kalt zum Baden ist, kann man ruhig auch ein bisschen angezogen durch die Gegend ziehen. Es ist ja auch erst Anfangs März...

 


 


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